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Hausmittel statt chemische Medikamente anwenden
Statt zum Arzt zu gehen und sich dort gleich die chemische Keule in Form von Medikamenten verschreiben zu lassen, greifen heute wieder immer mehr Menschen zu einem Hausmittel. Das liegt nicht nur daran, dass das Bewusstsein gegenüber Chemie und Biologie sich sehr verändert hat, sondern auch an den horrenden Gebühren, die ein Besuch in der Apotheke beziehungsweise beim Hausarzt, der dann zum Beispiel Erkältungsmedikamente nicht einmal mehr verschreiben darf, nach sich ziehen. Immer mehr im Trend liegen alternative Heilmittel, Naturheilkunde und Omas alte Mittel gegen eine Menge Beschwerden.
Ein großes Potential liegt dabei in den Pflanzen, die zum Teil direkt vor der Haustüre wachsen. Diese können als Tee, als Salbe, als Auflage oder auch als Dragees aus der Apotheke wirken, je nachdem, um welches Kraut es sich handelt. Natürlich kann man nicht einfach hergehen, etwas aus dem Garten rupfen und sich daraus einen Tee bereiten. Man muss eine gewisse Sachkunde erwerben, was zum Beispiel durch entsprechende Literatur geschehen kann. Auch ein Rat von einer fachkundigen Person hilft oftmals weiter. Immer mehr Allgemeinmediziner öffnen sich gegenüber dieser Heilbehandlungen und bieten sie als Alternative an; bis hin zur Bioresonanz Therapie reichen hier die Angebote, die man allerdings aus der eigenen Tasche bezahlen muss.
Auch, um die Schönheit zu unterstützen, muss keine Chemie in Cremedosen oder Tuben nach Hause geholt werden. Jeder kennt die Gurkenscheiben, die sich manche Damen zur Erfrischung auf die Augen legen. Gerade in diesem Bereich kann man mit Kosmetik aus der Natur vieles bewerkstelligen, garantiert frei von schädlichen Chemikalien, wie zum Beispiel Konservierungsstoffen. Also: Auf zu Omas Hustensaft aus Zwiebel und Karamell, zu Umschlägen mit Kräutern und Schönheitsmasken aus dem Bioladen und dem Garten.
Bezahlen die Krankenkassen heute noch eine Kur?
Früher konnte man ab einem gewissen Alter eine Kur beantragen, die auch in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen wurde. Gab es einen medizinischen Grund oder zum Beispiel auch Anzeichen von Erschöpfung, konnte man sich einige Wochen entspannen. Da gab es dann die Möglichkeit zu einer überwachten Diät, zur Behandlung von Rückenbeschwerden und viele andere Therapien, alle unter einem Dach und in Kombination mit einer entsprechenden Erholung.
Heute sind die „Kassen“ der Krankenkassen leer. Defizite werden verbucht und da wird natürlich an allen Ecken und Enden gespart. Die Bedingungen, unter denen man eine Kur beantragen kann und auch mit einer Übernahme der Kosten rechnen kann, haben sich deutlich verschärft. So kann es durchaus sein, dass man, auch ohne jemals vorher einen Antrag an die Krankenkasse geschickt zu haben und auch bei deutlichen körperlichen Beschwerden einen negativen Bescheid zugeschickt bekommt. Eine Kompromisslösung, die viele Krankenkassen vorschlagen, ist es, dass ein Teil der Behandlungskosten bezahlt wird, die Patienten aber die Unterkunft und das Essen selbst bezahlen müssen. Das können sich vor allem Rentner nur sehr selten leisten, weswegen sie die Kur dann lieber nicht antreten. Gerade in den Kurorten ist das Leben überaus teuer.
Medizinisch notwendige Kuren oder Reha-Maßnahmen gibt es natürlich auch noch; diese werden auch bis auf eine Eigenbeteiligung weiterhin bezahlt. Nur das Raster ist deutlich weiter geworden, mit dem bemessen wird, wann effektiv eine Notwendigkeit vorliegt. Viele, die früher eine Kur sofort bewilligt bekommen hätten, fallen durch dieses Raster heute unwiderruflich durch. Weniger davon betroffen sind erholungsbedürftige Eltern, die zusammen mit ihren Kindern zur Mutter-Kind beziehungsweise Vater-Kind Kur gehen.